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Outlander im Alltag-Test.

Urlaubsfahrt nach Frankreich mit 1600 kg-Wohnwagen — Bericht von Milou      (6408 Zugriffe)

Fahrzeug: Outlander 2.2 DI-D Instyle TC-SST, EZ 09/2010
Wohnwagen: Fendt 510, Gesamtgewicht: 1600 kg


Nachdem ich lange Jahre unterschiedliche Wohnwagen mit Frontantriebsfahrzeugen gefahren habe, sollte es nun, u.a. für den Camping-Wintereinsatz, ein Allradfahrzeug sein. Ein Fahrbericht bzgl. Winterzugeigenschaften wird dann noch folgen. Zunächst der erste große Einsatz in Frankreich mit ca. 2500 Gesamt-km.

Der Outlander liegt sehr stabil auf der Fahrbahn, ein Dauertempo von 115-120 Tacho-km/h sind in Frankreich erlaubt und ganz ohne Fahrrisiko machbar. Die Motorisierung schafft sehr gut auch ordentliche Autobahnsteigungen, hier muss man nur manchmal manuell zeitig zurückschalten, um keine Drehzahl zu verlieren. Unter 100 km/h fällt das Gespann aber auch am steilsten Autobahnberg nicht ab.
Hier sind die 380 Nm Drehmoment des Motors vollkommen ausreichend für das Leergewicht Pkw von ca. 1850 kg und Zuggewicht des Wohnwagens von 1600 kg. Das alles vor dem Hintergrund des recht hohen Tempos für ein Wohnwagengespann und dann auch mit Automatikgetriebe/TC-SST und bei Einsatz der Klimaanlage.

Der Tempomat ist dabei eigentlich eine feine Sache, aber beim Automatikgetriebe wird sehr oft bei der kleinsten Steigung hektisch vom 6. In den 4. Gang zurück geschaltet, was Drehmoment-mäßig nicht erforderlich wäre, abrupt die Lautstärke zu laut werden lässt und den Dieselverbrauch hochschnellen lässt. Also bei dieser Motor-Getriebe-Kombi im Gespannbetrieb besser auf Tempomat verzichten, außer es geht nur ganz flach, z.B. nach Holland.


Der Dieselverbauch ist ein wichtiges Thema
Je nach Terrain (z.B. bergig), Verkehr (viele Lkw's und Busse überholen, nachdem man auf Grund von rückwärtigem Verkehr bereits auf ca. 80-90 km/h zurückgefallen war), Einsatz Klimaanlage, Wind (z.B. heftiger Mistral), und vor allem Tempo (115-120 km/h Dauer), hat mein Outlander zwischen 14,5 - 18 ltr. verbraucht !!!!!
Wie gesagt bei recht hohem Dauertempo, wahrscheinlich der Hauptgrund, und ohne, dass sich das Fahrzeug kräftemäßig am Limit anfühlen würde. Natürlich kann man das Tempo nicht mit halb-Gas erreichen, aber gerade der schon reichliche Verbrauch im Kombination mit dem sehr kleinen Tank von nur 60 ltr. zwingt einen zwischen 250-spätestens!! 350 km nachzutanken.
Die Tankanzeige zeigt hier nicht ganz die Wahrheit - bei angezeigter Reststrecke (gemessen an den bisherigen Verbrauchswerten die Kilometer davor) von 50 km und nächster Tankstelle in 20 km hat man eigentlich kein Problem!
Aber vorsichtig — ganz unvermittelt geht diese Anzeige nach 50 km-Restfahrstrecke auf 0 km und alles blinkt und schreit "bitte nachtanken!"
Ist nochmal gerade gutgegangen, es waren tatsächlich noch 4 ltr. Rest im Tank.


Thema Caravanspiegel
Aufsatzspiegel für die Pkw-Spiegel sind nicht geeignet, da die Pkw-Spiegel ganz schnell selbst einklappen, d.h. nur ganz leichter Fahrtwind lässt die Spiegel mit aufgesetzten Caravanspiegeln sofort anklappen. Habe auch keine gut sitzenden Spiegel für den Kotflügel gefunden, wackeln viel zu sehr.

Von Hagus gibt es aber im Camper-Zubehör Aufsatzspiegel für die Pkw-Spiegel, welche unten durch einen Extra-Arm mit 3 Saugnäpfen zusätzlich an der Fahrzeugtür abgestützt werden und dann nicht mehr anklappen können (ca. € 80,). Das hat sich nach meinem Geschmack ganz gut bewährt, siehe auch Bilder.